# 02 - Bildtheorie ## Ziel des Kapitels Wittgensteins Theorie erklären und Übergang zum Satz schaffen. ## Argumentationsführung Erklärung anhand der Gliederpuppe / weitere Bildtypen als Belegstelle. Logisches Bild als Gemeinsames aller Bilder --> in Reinform am Satz zu sehen. Teaser: Satz und Bild haben zunächst keine Ähnlichkeit, unklar, warum man den Satz als Bild sehen sollte. --> Nachweis an Ws Beispiel: Sätze haben — wie Bilder — strukturelle Eigenschaften. Das Kleopatra-Beispiel als Übergang zum logischen Raum, bevor der Satz abschließend besprochen werden kann. ## Belegstellen Fällt weg, alles schon im Text vorhanden ## Stärke / Schwäche Schwäche: Nachahmungs-Sprache wirkt naturalistisch — Bild bezieht sich aber auf mögliche Sachlagen im logischen Raum (2.11), nicht direkt auf die Welt. Klarstellung möglich (z.B. vom Bild reden, ohne einen abzubildenden Menschen anzugeben — Bild funktioniert trotzdem), wirkt aber drauf geklebt. ## Sekundärliteratur ### Kenny - erkennt, dass die abbildende Beziehung aktiv hergestellt werden muss (p. 70) - ignoriert dann aber die Unmittelbarkeit des gegebenen Bildsinns — rollt Festlegung der Vertretung und Bildinhalt-Generation zu einem einzigen Akt der "Person" zusammen - interessant: Kenny sieht hier eine empirische Idee Wittgensteins ("an empirical matter of no importance for philosophy") — ist genau richtig. Man kann es am Bild sehen, dass es stimmt. No importance ist aber GRUNDFALSCH - infolge der unscharfen Trennung werden Sagen / sich Zeigen in einen nebulös-mystischen Raum gezogen (p. 61–62, p. 72: "mysterious mental medium") - Bild muss falsch sein können, muss deshalb unabhängig vom Abgebildeten sein (p. 28–29; TLP 4.12–4.121) - verortet die Unabhängigkeit an zwei getrennten Stellen, ohne sie zur Falschheit-Möglichkeit zusammenzuziehen: - p. 71 — Representational Form als "what makes A unlike B" (nur Definition, keine funktionale Verknüpfung zur Falschheit) - p. 75–79 — Bipolarität: Satz unabhängig vom tatsächlichen Sachverhalt (NB 55, TLP 2.22, 3.13) - Kennys Logischer-Raum-Diskussion (p. 84 ff.) kommt erst später und ist nicht mit der Falschheit-Diskussion verbunden → die textnahe Verbindung Falschheit ↔ Logischer Raum wird verfehlt