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claude-ai-control/OFFENE-PUNKTE.md
T
2026-07-19 23:50:35 +02:00

184 lines
11 KiB
Markdown

# Offene Punkte — bei jedem Start prüfen und abhaken
- [x] **„Projekt hinzufügen" verliert `archiveHome` — Ursache gefunden, behoben.**
Der Verdacht (Add-Projekt-Pfad) war falsch. Ursache war ein verlustbehafteter
Config-Round-Trip: `read_project_config_in` deserialisiert in `ProjectConfig`,
serde verwirft dabei still jeden unbekannten Key, und `write_project_config_in`
schreibt die Datei komplett neu. Geschrieben hat die Pool-Zuweisung
(`ProjectList.vue:113``assign_pool_in`), ausgeführt von einem **älteren
Build ohne das Feld `archive_home`** — daher der Halbzustand mit erhaltener
Berechtigung in `.claude/settings.json` (anderer Schreibpfad).
Fix: `#[serde(flatten)] rest` in `ProjectConfig` reicht unbekannte Keys
unverändert durch; Regressionstest `pool_zuweisen_erhaelt_fremde_keys`.
Einschränkung: Die Versionsdifferenz ist aus Zeitstempeln erschlossen, das
alte Binary war schon überschrieben. Der Defekt selbst ist am Code belegt.
Ursprünglicher Befund 2026-07-19 (claude-ai-control):
- `archive/` existiert seit 21:03 samt Testdokument, war also gesetzt.
- `.claude/settings.json` hat den Eintrag noch:
`additionalDirectories: ~/claude-projects/claude-ai-control/archive`
(geschrieben von `add_archive_permission`, archive.rs:56).
- `ai-control.json` hat **kein** `archiveHome` mehr, mtime 21:18.
- Halbzustand Recht-ohne-Config kann nicht vom Abwählen-Button kommen:
`clear_project_archive_home` (archive.rs:96-104) nimmt beides zurück.
- Folge: `panel-wiring.ts:45` blendet Wiki- und Suche-Tab aus.
Zu prüfen war: Schreibpfade auf `PROJECT_FILE` in `domain/project.rs`
(`write_project_config_in`, project.rs:81) — welcher davon eine frische
Config ohne `archive_home` schreibt.
- [ ] **Command-History braucht eine Identität statt Indizes.**
Aufgefallen beim Fix von `commands_delete` (Panik bei Doppelklick, Löschen
der falschen Kachel). Der Fix schickt jetzt den Befehlstext mit und gleicht
serverseitig ab — das verhindert Schaden, ist aber nur ein Notnagel: Zwei
identische Befehle im selben Record sind nicht unterscheidbar, und die
Panel-Indizes hinken der Datei weiter um bis zu ein Watcher-Intervall
(200 ms) hinterher. Sauber wäre eine ID je Eintrag beim Schreiben.
- [ ] **`csp: null` in `tauri.conf.json` ersetzen.**
Aufgefallen beim XSS-Fix: Es gibt keine zweite Schranke. Das Panel liegt im
selben Webview wie das Terminal, dessen `term_write` die PTY über das
Fensterlabel adressiert — eingeschleustes Skript könnte in die laufende
Shell schreiben. Das Markdown-Rendering ist jetzt entschärft
(`src/markdown.ts`), aber eine echte CSP wäre die Schranke dahinter.
Braucht eine Runde Prüfen, was inline benötigt wird (Themes, xterm).
Schon ein `default-src 'self'` würde auswärtige Requests und die
Fremdnavigation unabhängig vom Sanitizer abschneiden.
## Aus der Sicherheitsrunde 2026-07-19 (vier Angriffsflächen geprüft)
Behoben und gepusht (6d44f77): Befehlsinjektion im SessionStart-Hook über den
Projektpfad, ungeprüfter Pool-Name als `CLAUDE_CONFIG_DIR`, `check_name` gegen
Steuerzeichen (`.desktop`-Injektion), Bild-Beacon im Panel. Dazu `cargo audit`
nachgeholt: `plist` auf 1.10.0, `quick-xml` auf 0.41.0 im Laufzeitpfad.
Offen sind die vier Punkte, die eine Designentscheidung brauchen:
- [ ] **`term_start` prüft das Fenster-Label nicht (`terminal.rs:96-211`).**
Jedes Fenster des Terminal-Prozesses kann sich selbst in die Terminals-Map
eintragen (Schlüssel ist `window.label()`, Zeile 207-210) und danach per
`term_write` in eine frisch gestartete Shell schreiben. Damit ist auch das
abgelöste Panel-Fenster gefährlich, nicht nur das angedockte — und jedes
Skript im Webview wird zu Codeausführung, auch ohne XSS.
Zu entscheiden: Soll das Panel-Fenster je ein eigenes Terminal starten
dürfen? Wenn nein, ist die Prüfung auf `term-*` ein enger Fix.
Strukturell dahinter: Die Fenster-ACL scheint für App-Commands nicht zu
greifen (`gen/schemas/acl-manifests.json` enthält kein App-Manifest) —
**vor dem Bauen darauf verifizieren**, die beiden Prüfagenten waren sich
in diesem Punkt uneins.
- [ ] **`write_panel(path)` liest jede Datei, ohne Rückfrage (`mcp.rs:256-259`).**
Keine Prüfung gegen Projektordner oder Archiv-Home. Das Tool steht in
`PANEL_PERMISSIONS` (`pool.rs:185-188`), läuft also prompt-frei — und
umgeht damit das Read-Permission-Modell von Claude Code (`~/.ssh/id_rsa`,
`.credentials.json`, fremde `.env`). Rückkanal zum Modell besteht über
`write_panel``archive_panel``search_archive`.
Zu entscheiden: Allowlist (Projektordner + Archiv-Home, nach
`canonicalize`) oder `path` aus der prompt-freien Freigabe nehmen.
Zusätzlich fehlt ein Größenlimit (`path=/dev/zero` hängt den Prozess).
- [ ] **`archive_panel(dir)` vergibt dauerhaft Schreibrechte (`archive.rs:33-91`).**
`dir` ist nicht nur Ablageort: Über `set_project_archive_home`
`add_archive_permission` landet `additionalDirectories += dir` **und**
`allow += "Edit(dir/**)"` in der `.claude/settings.json` des Projekts.
Der einzige Guard (archive.rs:41) lehnt nur Vorfahren des Home ab —
`~/.claude` passiert, womit die nächste Session eigene **Hooks** schreiben
darf. `create_dir_all` legt das Ziel vorher an.
Vorschlag: `dir` aus dem MCP-Tool entfernen, Archiv-Home nur über die UI.
- [ ] **Nicht-atomare Schreibvorgänge auf fremde Dateien.**
Überall `fs::write` (truncate + write), nirgends temp + `rename`.
Betrifft u. a. die `.claude/settings.json` der Projekte, Claudes
`.claude.json` in den Pools (`pool.rs:289`), die Registry und die
App-Settings. Die Leseseite haben wir gehärtet, die Schreibseite nicht:
Absturz oder volle Platte hinterlässt abgeschnittenes JSON in Dateien,
die der App nicht gehören.
Kleinere Punkte aus derselben Runde, bewusst zurückgestellt:
`panel_file` und Geschwister (`paths.rs:55-84`) ohne `check_name` (zweite
Linie); `write_secret_file` (`unix.rs:48-55`) schreibt erst mit umask-Rechten
und setzt danach 0600, `create_new` mit Modus löst das samt Symlink-Frage;
API-Key steht unter macOS kurz in der Prozess-Kommandozeile
(`macos.rs:101-103`, `ps`-sichtbar, Linux/Windows nicht betroffen); die PTY-Umgebung
wird nicht bereinigt (`terminal.rs:134-144`, kein `env_clear` — ein
`ANTHROPIC_API_KEY` aus dem Shell-Profil sticht den Pool-`apiKeyHelper`);
Bidi-/Zero-Width-Zeichen in den Befehlskacheln (`commands-view.ts:123`), was
Anzeige und Zwischenablage auseinanderlaufen lässt.
Ausdrücklich **kein** Handlungsbedarf (Stand 2026-07-19): `sync_all_desktops`
räumt `aicontrol-*.desktop` auf — der Präfix gehört uns. Falls es je stört,
wäre `art.lintus.`-Präfix die saubere Variante.
Nicht als Sicherheitsgrenze missverstehen: Pools trennen Konfiguration, nicht
Zugriff. Die Keychain-Einträge sind bewusst über `/usr/bin/security` angelegt,
damit der `apiKeyHelper` promptfrei liest — womit jeder Prozess des Nutzers
jeden Pool-Key lesen kann. Beim Design so gewollt, aber nichts, worauf man
Isolationsversprechen bauen sollte.
- [ ] **`write_app_setting` verliert die übrigen App-Settings (`settings.rs:71`).**
Dieselbe Fehlerklasse wie die `.claude.json` in `pool.rs`, nur eine Datei
weiter — beim Simplify-Review gefunden, bewusst nicht mitgefixt.
`read_app_settings` (settings.rs:11-14) wirft mit zweimal `.ok()?` fehlende
Datei, Lesefehler und kaputtes JSON in denselben `None`; `write_app_setting`
macht daraus `json!({})` und schreibt die Datei mit einem Key neu.
Konkret: halb geschriebene `~/.config/ai-control/settings.json`, dann einmal
Schriftgröße verstellen — `claudeCommand`, `poolSyncDir`, `syncOnSessionEnd`
und `spellcheckLang` sind endgültig weg. Fix wie in `pool.rs`: nur eine
*fehlende* Datei rechtfertigt ein frisches Objekt.
- [ ] **`struct Pool` verliert unbekannte Keys beim Umbenennen (`pool.rs:20`).**
Dritte Stelle derselben Klasse. `rename_pool_in` (pool.rs:402-408) liest
typisiert in `Pool` (nur `name` + `credentialType`) und schreibt die ganze
`pool.json` über `write_pool_json` neu — jeder künftige Key stirbt beim
Umbenennen. `ProjectConfig` und `TerminalConfig` haben dafür inzwischen
`#[serde(flatten)] rest`.
Grundsätzlicher: `flatten` bildet pro Struct nach, was read-modify-write auf
`serde_json::Value` von Natur aus kann (so macht es `add_archive_permission`,
archive.rs:56-90). Statt es an jedem Struct einzeln zu wiederholen, wäre ein
gemeinsamer Helfer die Lösung, die die Klasse wirklich schließt.
- [ ] **Archiv-Dateinamen: `create_new` statt `exists()` (`archive.rs`, `free_path`).**
Die Kollisionsprüfung schaut vorab nach (`exists()`), die Garantie liegt aber
nicht im Schreibvorgang — klassisches TOCTOU. Als Einbenutzer-App folgenlos,
**aber nicht mehr beim Maschinen-Sync**: Zwei Rechner können in derselben
Minute mit derselben Titelzeile ins synchronisierte Archiv schreiben, und
dann greift der Vorabblick zu spät. `OpenOptions::new().create_new(true)` in
der Schleife gibt dieselbe Struktur, holt die Kollisionsfreiheit aber vom
Dateisystem. Mitzudenken: Was der Sync-Mechanismus selbst bei zwei gleichen
Namen macht (Konfliktkopien?) — der Fix deckt nur die lokale Seite.
- [ ] **Projekt-Artefakte im Projektordner bündeln (`.ai-control/`?).**
`ai-control.json` und das Projekt-Icon liegen heute lose im Projektordner.
Idee: beides in ein Unterverzeichnis (z. B. `.ai-control/`) zusammenziehen,
damit der Projektordner sauber bleibt und alles an einem Ort steht.
Offen: Migrationspfad für bestehende Projekte, Rückwärtskompatibilität
beim Lesen (altes Layout weiter erkennen).
- [ ] **Migrations-Assistent: Projekt sauber löschen.**
Löschen soll alle Ressourcen des Projekts aus dem Ordner entfernen
(Config, Icon, ggf. Archiv-Rechte in `.claude/settings.json`,
Registry-Eintrag in `projects.json`) — nicht nur den Registry-Eintrag.
Vorher anzeigen, was entfernt wird.
- [ ] **Archiv-Ordner-Handling sauber aufsetzen.**
Beim Setzen eines Archiv-Homes explizit abfragen statt still anlegen:
Zielordner bestätigen, bestehenden Inhalt erkennen, klarmachen was passiert.
Wechsel eines bereits gesetzten Archiv-Homes braucht eine
Migrationsmöglichkeit (Dokumente mitnehmen oder liegen lassen) —
als kritisch einstufen: hier hängen echte Nutzerdaten dran, also
nichts implizit verschieben oder überschreiben.
- [ ] **`pool` gehört nicht in die projektbezogene `ai-control.json`.**
Der Pool ist rechnerspezifisch: gleicher Claude-Account, aber pro Maschine
ein anderer Pool. Versioniert im Projekt trägt die Datei die Zuordnung
über Rechnergrenzen falsch weiter (aktuell steht dort die UUID
`c39d96c9-…`, gepusht mit 5081efc).
Zu klären: Trennung projektbezogen (archiveHome, Theme, Icon) vs.
maschinenbezogen (pool). Optionen — projekt-lokale, nicht versionierte
Datei, oder Pool pro Rechner zentral in der `projects.json`-Registry
unter `~/.config/ai-control`. Nachdenken, noch keine Entscheidung.