Kap 03 logischer Raum: Source-Einrückung vereinheitlicht (3 Spaces unter Listenpunkten), Layout unverändert

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marcusH
2026-05-31 15:15:12 +02:00
parent 2b1b9cf67d
commit 0c659666e7
@@ -10,7 +10,7 @@
[2026-05-30 12:27] **Start mit Tatsache / Sachverhalt**
1. Einstieg über Papageno Bild
Was sieht man: Opernfigur vs. Bariton -> Vielgestaltigkeit
Was sieht man: Opernfigur vs. Bariton -> Vielgestaltigkeit
2. **Gegenstand --> Selbständigkeit als Form der Unselbständigkeit**
Gegenstand von außen durch mögliches Vorkommen in Sachverhalten gegeben
@@ -18,25 +18,25 @@ Was sieht man: Opernfigur vs. Bariton -> Vielgestaltigkeit
[2026-05-30 12:25] Gegen McGinns „treacherous": W ist hier nicht trügerisch. Er sagt ganz klar, dass Gegenstände unselbständig sind (Selbständigkeit als Form der Unselbständigkeit, 2.0122) — die Oberfläche ist keine Falle.
3. **Die ontologische Lesart**
Prima facie gegeben: Gegenstände als atomare Substanz der Welt
[2026-05-30 15:29] Es entsteht ein harter Widerspruch, liest man Gegenstände ontologisch:
- 1.1: „Die Welt ist die Gesamtheit der Tatsachen, nicht der Dinge."
- 2.01: „Der Sachverhalt ist eine Verbindung von Gegenständen. (Sachen, Dingen.)"
Prima facie gegeben: Gegenstände als atomare Substanz der Welt
[2026-05-30 15:29] Es entsteht ein harter Widerspruch, liest man Gegenstände ontologisch:
- 1.1: „Die Welt ist die Gesamtheit der Tatsachen, nicht der Dinge."
- 2.01: „Der Sachverhalt ist eine Verbindung von Gegenständen. (Sachen, Dingen.)"
Ontologisch gelesen (Gegenstand/Ding als Baustein der Welt, vgl. 2.021 „Substanz der Welt") kollidiert 2.01 mit 1.1: die Welt wäre dann doch aus Dingen aufgebaut.
[2026-05-31 13:35] Es gibt zwei wesentliche Passagen, in denen W sich zur Ontologie äußert: 4.211 und 5.557 f. — In beiden Passagen sagt er nicht, dass es keine Ontologie gäbe (so weit hat Hacker/Pears Recht), hält aber fest, dass es unmöglich ist, das Thema mit philosophischen Mitteln zu lösen. Ein Ergebnis kann nur Unsinn sein. (das muss man dann eben auch akzeptieren)
Für W: Wir können einfache Zeichen, die für Komplexe stehen, nicht von solchen unterscheiden, die für echte Gegenstände stehen.
Ontologisch gelesen (Gegenstand/Ding als Baustein der Welt, vgl. 2.021 „Substanz der Welt") kollidiert 2.01 mit 1.1: die Welt wäre dann doch aus Dingen aufgebaut.
[2026-05-31 13:35] Es gibt zwei wesentliche Passagen, in denen W sich zur Ontologie äußert: 4.211 und 5.557 f. — In beiden Passagen sagt er nicht, dass es keine Ontologie gäbe (so weit hat Hacker/Pears Recht), hält aber fest, dass es unmöglich ist, das Thema mit philosophischen Mitteln zu lösen. Ein Ergebnis kann nur Unsinn sein. (das muss man dann eben auch akzeptieren)
Für W: Wir können einfache Zeichen, die für Komplexe stehen, nicht von solchen unterscheiden, die für echte Gegenstände stehen.
4. [2026-05-31 13:35] **Komplex vs. Gegenstand**
Einführung 29er Aufsatz - Reverse Engineering Komplex
Komplexe als unbestimmte Teile eines Sachverhalts
--> Farbbeispiel: Grün als Summe der Grüntöne (Nicht Graduierung)
Einführung 29er Aufsatz - Reverse Engineering Komplex
Komplexe als unbestimmte Teile eines Sachverhalts
--> Farbbeispiel: Grün als Summe der Grüntöne (Nicht Graduierung)
**Aber gleiche Zeichenkomplexität**
Das Zeichen des Komplexes verhält sich wie ein echter Name: Durch die Strukturgleichheit der einfachen Zeichen verhalten sich Komplexe logisch betrachtet wie Gegenstände, und das Kalkül unterscheidet beides auch nicht.
die Anwendung der Logik entscheidet, welche Elementarsätze es gibt (5.557). Wohlgemerkt: nicht, weil es keine echten gäbe, sondern weil wir nicht entscheiden können, welche es sind.
die Anwendung der Logik entscheidet, welche Elementarsätze es gibt (5.557). Wohlgemerkt: nicht, weil es keine echten gäbe, sondern weil wir nicht entscheiden können, welche es sind.
Damit ist klar: JA — es gibt eine ontologische Welt. NEIN — wir können mit philosophischen Mitteln NICHT entscheiden, wie sie geartet ist. Der Versuch kann nur zu Unsinn führen.
Scharniersatz 5.557,f: Auch wenn das Argument epistemisch klingt, im Ende wird es als grammatisch aufgelöst ERST GANZ AM END).
@@ -57,13 +57,13 @@ Komplexe als unbestimmte Teile eines Sachverhalts
[Claude-Schärfung, prüfen] Dilemma nicht an „Zustimmung" hängen, sondern an „haben die Teile eigenständige logische Stellung — kann ich sie einzeln variieren?". Eigenständige Glieder ⇒ einzeln variierbar (absurd); nicht eigenständig ⇒ ein Name. Das widerwillige Bein bleibt Illustration. Schließt den Schlupf, dass Kenny „heiraten" nie vom Bein, sondern nur vom konfigurierten Ganzen prädiziert.
[2026-05-30 15:13] **2. Umgekehrt — ein Wort erfinden (Blaume)**
Kunstwort: blaue Blume → Blaume (analog Blote / Blelbe). Beispielsatz: „Die Blaume blüht."
Ein Komplex hat Konfigurationen (Permutationen seiner Teile). Etwas abzubilden, das so-oder-anders sein kann, verlangt Mannigfaltigkeit — die hat nur der Satz (3.144: Namen = Punkte, Sätze = Pfeile; 4.04).
„blaue Blume" ist eine Konfiguration → bipolar, kann zutreffen oder nicht.
„Blaume" ist ein Name → Bedeutung, aber kein Sinn → kann nicht falsch sein.
Der Satz kann falsch sein, das Wort nicht. Ein Name bildet nicht ab, er benennt. Presst man den Komplex in einen Namen, fällt die Bildhaftigkeit weg — die Konfiguration findet keinen Ausdruck mehr. (Rückbezug auf Komplex- Diskussion oben)
[2026-05-30 15:13] **2. Umgekehrt — ein Wort erfinden (Blaume)**
Kunstwort: blaue Blume → Blaume (analog Blote / Blelbe). Beispielsatz: „Die Blaume blüht."
Ein Komplex hat Konfigurationen (Permutationen seiner Teile). Etwas abzubilden, das so-oder-anders sein kann, verlangt Mannigfaltigkeit — die hat nur der Satz (3.144: Namen = Punkte, Sätze = Pfeile; 4.04).
„blaue Blume" ist eine Konfiguration → bipolar, kann zutreffen oder nicht.
„Blaume" ist ein Name → Bedeutung, aber kein Sinn → kann nicht falsch sein.
Der Satz kann falsch sein, das Wort nicht. Ein Name bildet nicht ab, er benennt. Presst man den Komplex in einen Namen, fällt die Bildhaftigkeit weg — die Konfiguration findet keinen Ausdruck mehr. (Rückbezug auf Komplex- Diskussion oben)
6. [2026-05-30 15:56] **Intern / extern / Form**
- intern = alle Eigenschaften, die den Raum strukturieren / ihm Form geben.