Kap 03 logischer Raum: Layout-Stand vor Source-Reindent

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marcusH
2026-05-31 15:13:39 +02:00
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@@ -14,27 +14,31 @@ Was sieht man: Opernfigur vs. Bariton -> Vielgestaltigkeit
2. **Gegenstand --> Selbständigkeit als Form der Unselbständigkeit** 2. **Gegenstand --> Selbständigkeit als Form der Unselbständigkeit**
Gegenstand von außen durch mögliches Vorkommen in Sachverhalten gegeben Gegenstand von außen durch mögliches Vorkommen in Sachverhalten gegeben
- W als "Anti-Kant": das Gegenteil des Noumenons (Ding an sich) --> Nichts gibt dem Gegenstand von innen her Halt W als "Anti-Kant": das Gegenteil des Noumenons (Ding an sich) --> Nichts gibt dem Gegenstand von innen her Halt
- [2026-05-30 12:25] Gegen McGinns „treacherous": W ist hier nicht trügerisch. Er sagt ganz klar, dass Gegenstände unselbständig sind (Selbständigkeit als Form der Unselbständigkeit, 2.0122) — die Oberfläche ist keine Falle. [2026-05-30 12:25] Gegen McGinns „treacherous": W ist hier nicht trügerisch. Er sagt ganz klar, dass Gegenstände unselbständig sind (Selbständigkeit als Form der Unselbständigkeit, 2.0122) — die Oberfläche ist keine Falle.
3. **Die ontologische Lesart** 3. **Die ontologische Lesart**
Prima facie gegeben: Gegenstände als atomare Substanz der Welt Prima facie gegeben: Gegenstände als atomare Substanz der Welt
- [2026-05-30 15:29] Es entsteht ein harter Widerspruch, liest man Gegenstände ontologisch: [2026-05-30 15:29] Es entsteht ein harter Widerspruch, liest man Gegenstände ontologisch:
1.1: „Die Welt ist die Gesamtheit der Tatsachen, nicht der Dinge." - 1.1: „Die Welt ist die Gesamtheit der Tatsachen, nicht der Dinge."
2.01: „Der Sachverhalt ist eine Verbindung von Gegenständen. (Sachen, Dingen.)" - 2.01: „Der Sachverhalt ist eine Verbindung von Gegenständen. (Sachen, Dingen.)"
Ontologisch gelesen (Gegenstand/Ding als Baustein der Welt, vgl. 2.021 „Substanz der Welt") kollidiert 2.01 mit 1.1: die Welt wäre dann doch aus Dingen aufgebaut. Ontologisch gelesen (Gegenstand/Ding als Baustein der Welt, vgl. 2.021 „Substanz der Welt") kollidiert 2.01 mit 1.1: die Welt wäre dann doch aus Dingen aufgebaut.
- [2026-05-31 13:35] Es gibt zwei wesentliche Passagen, in denen W sich zur Ontologie äußert: 4.211 und 5.557 f. — In beiden Passagen sagt er nicht, dass es keine Ontologie gäbe (so weit hat Hacker/Pears Recht), hält aber fest, dass es unmöglich ist, das Thema mit philosophischen Mitteln zu lösen. Ein Ergebnis kann nur Unsinn sein. (das muss man dann eben auch akzeptieren)
- Für W: Wir können einfache Zeichen, die für Komplexe stehen, nicht von solchen unterscheiden, die für echte Gegenstände stehen. [2026-05-31 13:35] Es gibt zwei wesentliche Passagen, in denen W sich zur Ontologie äußert: 4.211 und 5.557 f. — In beiden Passagen sagt er nicht, dass es keine Ontologie gäbe (so weit hat Hacker/Pears Recht), hält aber fest, dass es unmöglich ist, das Thema mit philosophischen Mitteln zu lösen. Ein Ergebnis kann nur Unsinn sein. (das muss man dann eben auch akzeptieren)
Für W: Wir können einfache Zeichen, die für Komplexe stehen, nicht von solchen unterscheiden, die für echte Gegenstände stehen.
4. [2026-05-31 13:35] **Komplex vs. Gegenstand** 4. [2026-05-31 13:35] **Komplex vs. Gegenstand**
- Einführung 29er Aufsatz - Reverse Engineering Komplex Einführung 29er Aufsatz - Reverse Engineering Komplex
Komplexe als unbestimmte Teile eines Sachverhalts Komplexe als unbestimmte Teile eines Sachverhalts
--> Farbbeispiel: Grün als Summe der Grüntöne (Nicht Graduierung) --> Farbbeispiel: Grün als Summe der Grüntöne (Nicht Graduierung)
- Aber gleiche Zeichenkomplexität
**Aber gleiche Zeichenkomplexität**
Das Zeichen des Komplexes verhält sich wie ein echter Name: Durch die Strukturgleichheit der einfachen Zeichen verhalten sich Komplexe logisch betrachtet wie Gegenstände, und das Kalkül unterscheidet beides auch nicht. Das Zeichen des Komplexes verhält sich wie ein echter Name: Durch die Strukturgleichheit der einfachen Zeichen verhalten sich Komplexe logisch betrachtet wie Gegenstände, und das Kalkül unterscheidet beides auch nicht.
- die Anwendung der Logik entscheidet, welche Elementarsätze es gibt (5.557). Wohlgemerkt: nicht, weil es keine echten gäbe, sondern weil wir nicht entscheiden können, welche es sind. die Anwendung der Logik entscheidet, welche Elementarsätze es gibt (5.557). Wohlgemerkt: nicht, weil es keine echten gäbe, sondern weil wir nicht entscheiden können, welche es sind.
- Damit ist klar: JA — es gibt eine ontologische Welt. NEIN — wir können mit philosophischen Mitteln NICHT entscheiden, wie sie geartet ist. Der Versuch kann nur zu Unsinn führen. Damit ist klar: JA — es gibt eine ontologische Welt. NEIN — wir können mit philosophischen Mitteln NICHT entscheiden, wie sie geartet ist. Der Versuch kann nur zu Unsinn führen.
- Scharniersatz 5.557,f: Auch wenn das Argument epistemisch klingt, im Ende wird es als grammatisch aufgelöst ERST GANZ AM END). Scharniersatz 5.557,f: Auch wenn das Argument epistemisch klingt, im Ende wird es als grammatisch aufgelöst ERST GANZ AM END).
5. [2026-05-30 12:59] **Der Gegenstand ist einfach** 5. [2026-05-30 12:59] **Der Gegenstand ist einfach**
Widerspricht eigentlich der ontologischen Unschärfe, die Einfacheit eben NICHT garantiert. Zwei Beispiele, warum sie trotzdem einfach sein müssen: Widerspricht eigentlich der ontologischen Unschärfe, die Einfacheit eben NICHT garantiert. Zwei Beispiele, warum sie trotzdem einfach sein müssen: