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2026-05-27 09:05:00 +02:00

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02 - Bildtheorie

Ziel des Kapitels

Wittgensteins Theorie erklären und Übergang zum Satz schaffen.

Argumentationsführung

Erklärung anhand der Gliederpuppe / weitere Bildtypen als Belegstelle. Logisches Bild als Gemeinsames aller Bilder --> in Reinform am Satz zu sehen.

Teaser: Satz und Bild haben zunächst keine Ähnlichkeit, unklar, warum man den Satz als Bild sehen sollte. --> Nachweis an Ws Beispiel: Sätze haben — wie Bilder — strukturelle Eigenschaften. Das Kleopatra-Beispiel als Übergang zum logischen Raum, bevor der Satz abschließend besprochen werden kann.

Belegstellen

Fällt weg, alles schon im Text vorhanden

Stärke / Schwäche

Schwäche: Nachahmungs-Sprache wirkt naturalistisch — Bild bezieht sich aber auf mögliche Sachlagen im logischen Raum (2.11), nicht direkt auf die Welt. Klarstellung möglich (z.B. vom Bild reden, ohne einen abzubildenden Menschen anzugeben — Bild funktioniert trotzdem), wirkt aber drauf geklebt.

Sekundärliteratur

Kenny

  • erkennt, dass die abbildende Beziehung aktiv hergestellt werden muss (p. 70)
  • ignoriert dann aber die Unmittelbarkeit des gegebenen Bildsinns — rollt Festlegung der Vertretung und Bildinhalt-Generation zu einem einzigen Akt der "Person" zusammen
  • interessant: Kenny sieht hier eine empirische Idee Wittgensteins ("an empirical matter of no importance for philosophy") — ist genau richtig. Man kann es am Bild sehen, dass es stimmt. No importance ist aber GRUNDFALSCH
  • infolge der unscharfen Trennung werden Sagen / sich Zeigen in einen nebulös-mystischen Raum gezogen (p. 6162, p. 72: "mysterious mental medium")
  • Bild muss falsch sein können, muss deshalb unabhängig vom Abgebildeten sein (p. 2829; TLP 4.124.121)
  • verortet die Unabhängigkeit an zwei getrennten Stellen, ohne sie zur Falschheit-Möglichkeit zusammenzuziehen:
    • p. 71 — Representational Form als "what makes A unlike B" (nur Definition, keine funktionale Verknüpfung zur Falschheit)
    • p. 7579 — Bipolarität: Satz unabhängig vom tatsächlichen Sachverhalt (NB 55, TLP 2.22, 3.13)
  • Kennys Logischer-Raum-Diskussion (p. 84 ff.) kommt erst später und ist nicht mit der Falschheit-Diskussion verbunden → die textnahe Verbindung Falschheit ↔ Logischer Raum wird verfehlt