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Innen / Außen / Empfindung — Atlas atlas
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Innen / Außen / Empfindung — werkübergreifend

Spätphasen-Komplex, beginnend mit dem Privatsprachen-Argument in PU §§ 243 ff. und in BPP/LSPP weiter ausgearbeitet. In ABH und TB nicht präsent.

Häufigkeit

Werk Schmerz Empfindung
ABH 0 0
TB 0 0
PU 31 36
Zettel 24 21
BPP 67 56
LSPP 33 11
PPF 6 10
BdF 4 0

PU — Privatsprachen-Argument

Sieben Abschnitte (§§ 243315) sind der Kern.

  • § 243: könnte es eine Sprache geben, „in der Einer für seinen privaten Gebrauch seine inneren Erlebnisse … aufschreiben könnte"?
  • § 244: wie verbindet sich das Wort mit der Empfindung? Antwort: durch Lernen, durch Verhalten — nicht durch innere Benennung.
  • § 256258: die berühmte „S-Tagebuch"-Geschichte. Versuch, ein privates Zeichen für eine Empfindung einzuführen — scheitert, weil kein Kriterium der richtigen Anwendung möglich ist.
  • § 270: ein Empfindungswort funktioniert nur, wenn etwas außerhalb der Empfindung über die Anwendung entscheidet — etwa Blutdruckmessung.
  • § 293: das „Käfer im Schachtel"-Argument. Wenn jeder einen Käfer in seiner Schachtel hat, von dem niemand weiß, ob er dem anderen gleicht: das Wort „Käfer" hat eine Verwendung, unabhängig von dem Inhalt der Schachtel.
  • § 304: „Aber Du wirst doch zugeben, daß ein Unterschied ist zwischen Schmerzbenehmen mit Schmerzen und Schmerzbenehmen ohne Schmerzen." — „Ja, eine größere als …". Wittgensteins Antwort: nicht Leugnung des Inneren, sondern Klärung der Grammatik.

BPP / LSPP — Werkstätten

  • BPP I §§ 130180: Schmerz und Schmerzausdruck.
  • BPP I §§ 280340: Empfindung und Verhalten.
  • BPP I §§ 858874: Aspektsehen und das Sehen einer Empfindung.
  • BPP II §§ 543700: das Innere und das Äußere.
  • LSPP II durchgängig: Das Innere und das Äußere — Titel-Thema. Schlüsselbemerkung gleich am Anfang: ein Stamm, der den Begriff der geheuchelten Schmerzen nicht kennt — was bedeutet das?
  • LSPP II § 38 ff.: Imponderabilien — das Innere lässt sich nicht durch Außenkriterien erschließen, aber auch nicht aus dem Außen ausschließen.

Zettel

  • Z 380 ff.: Schmerz, Empfindung, Bezeichnung.
  • Z 472 ff.: das Innere ist nicht eine Sache, die wir „in uns finden", sondern das Korrelat eines Sprachspiels.

ÜG (am Rand)

  • ÜG § 7: „Mein Leben besteht darin, dass ich mich mit manchem zufriedengebe."
  • Aber: ÜG behandelt Sicherheit, nicht primär Empfindung.

ABH-Echo?

In der ABH ist die Innen/Außen-Frage nicht thematisiert, aber strukturell vorgeformt:

  • 5.631: „Das denkende, vorstellende Subjekt gibt es nicht."
  • 5.641: das philosophische Ich = Grenze, nicht Bewohner der Welt.

Die Spätphase-Innen/Außen-Diskussion ersetzt die ABH-Solipsismus-Diskussion: nicht „wo ist das Ich?", sondern „wie funktionieren die Wörter für innere Vorgänge?".

Für das Buchprojekt

  • Im Hauptbuch-Scope nicht primär.
  • Aber als Verwandter der Solipsismus-Frage relevant: PU/BPP/LSPP machen explizit, was in der ABH-5.6er-Reihe nur angedeutet ist — die Frage „mein Ich" ist eine grammatische, nicht eine substantielle Frage.
  • Querverbindung zur User-These „Solipsismus = empirische Tautologie": derselbe Punkt, anders durchgeführt — in der ABH metaphysisch knapp, in der PU sprachphilosophisch ausführlich.