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marcusH 261c0c5241 reorg
2026-05-27 09:05:00 +02:00

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title: Innen / Außen / Empfindung — Atlas
type: atlas
tags:
- innen
- außen
- empfindung
- schmerz
- privatsprache
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# Innen / Außen / Empfindung — werkübergreifend
**Spätphasen-Komplex**, beginnend mit dem **Privatsprachen-Argument** in PU §§ 243 ff. und in BPP/LSPP weiter ausgearbeitet. **In ABH und TB nicht präsent.**
## Häufigkeit
| Werk | Schmerz | Empfindung |
|---|---:|---:|
| ABH | 0 | 0 |
| TB | 0 | 0 |
| PU | 31 | 36 |
| Zettel | 24 | 21 |
| **BPP** | **67** | **56** |
| **LSPP** | **33** | **11** |
| PPF | 6 | 10 |
| BdF | 4 | 0 |
## PU — Privatsprachen-Argument
**Sieben Abschnitte (§§ 243315)** sind der Kern.
- **§ 243**: könnte es eine Sprache geben, „in der Einer für seinen privaten Gebrauch seine inneren Erlebnisse … aufschreiben könnte"?
- **§ 244**: wie verbindet sich das Wort mit der Empfindung? Antwort: durch Lernen, durch Verhalten — nicht durch innere Benennung.
- **§ 256258**: die berühmte „**S-Tagebuch**"-Geschichte. Versuch, ein privates Zeichen für eine Empfindung einzuführen — scheitert, weil kein Kriterium der richtigen Anwendung möglich ist.
- **§ 270**: ein Empfindungswort funktioniert nur, wenn etwas außerhalb der Empfindung über die Anwendung entscheidet — etwa Blutdruckmessung.
- **§ 293**: das „**Käfer im Schachtel**"-Argument. Wenn jeder einen Käfer in seiner Schachtel hat, von dem niemand weiß, ob er dem anderen gleicht: das Wort „Käfer" hat eine Verwendung, *unabhängig von dem Inhalt der Schachtel*.
- **§ 304**: „Aber Du wirst doch zugeben, daß ein Unterschied ist zwischen Schmerzbenehmen mit Schmerzen und Schmerzbenehmen ohne Schmerzen." — „**Ja, eine größere als …**". Wittgensteins Antwort: nicht Leugnung des Inneren, sondern Klärung der Grammatik.
## BPP / LSPP — Werkstätten
- **BPP I §§ 130180**: Schmerz und Schmerzausdruck.
- **BPP I §§ 280340**: Empfindung und Verhalten.
- **BPP I §§ 858874**: Aspektsehen und das Sehen einer Empfindung.
- **BPP II §§ 543700**: das Innere und das Äußere.
- **LSPP II durchgängig**: *Das Innere und das Äußere* — Titel-Thema. Schlüsselbemerkung gleich am Anfang: ein Stamm, der den Begriff der geheuchelten Schmerzen nicht kennt — was bedeutet das?
- **LSPP II § 38 ff.**: Imponderabilien — das Innere lässt sich nicht durch Außenkriterien erschließen, aber auch nicht aus dem Außen ausschließen.
## Zettel
- Z 380 ff.: Schmerz, Empfindung, Bezeichnung.
- Z 472 ff.: das Innere ist nicht eine Sache, die wir „in uns finden", sondern das Korrelat eines Sprachspiels.
## ÜG (am Rand)
- ÜG § 7: „Mein Leben besteht darin, dass ich mich mit manchem zufriedengebe."
- Aber: ÜG behandelt **Sicherheit**, nicht primär Empfindung.
## ABH-Echo?
In der ABH ist die Innen/Außen-Frage **nicht thematisiert**, aber strukturell vorgeformt:
- **5.631**: „Das denkende, vorstellende Subjekt gibt es nicht."
- **5.641**: das philosophische Ich = Grenze, nicht Bewohner der Welt.
Die Spätphase-Innen/Außen-Diskussion *ersetzt* die ABH-Solipsismus-Diskussion: nicht „wo ist das Ich?", sondern „wie funktionieren die Wörter für innere Vorgänge?".
## Für das Buchprojekt
- Im **Hauptbuch-Scope** nicht primär.
- Aber als **Verwandter der Solipsismus-Frage** relevant: PU/BPP/LSPP machen explizit, was in der ABH-5.6er-Reihe nur angedeutet ist — die Frage „mein Ich" ist eine grammatische, nicht eine substantielle Frage.
- Querverbindung zur User-These „Solipsismus = empirische Tautologie": derselbe Punkt, anders durchgeführt — in der ABH metaphysisch knapp, in der PU sprachphilosophisch ausführlich.